Es kann gar nicht sicher genug sein, wenn es um die Sicherheit im Krankenhaus geht. Fehler, die in anderen Lebensbereichen vielleicht ohne größere Folgen bleiben, können in Kliniken schwerwiegende oder sogar tragische Folgen haben.
Wird tatsächlich die linke oder rechte Hüfte operiert? Ist das sicher Max Müller, der gerade für die Operation vorbereitet wird? Stimmt die Medikation? „Unzählige Fehlerquellen lauern im Klinikalltag. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es eine tägliche Höchstleistung diese Risiken zu minimieren. „Umso wichtiger ist es, dass wir mit gutem Gewissen sagen können: Das Personal in den Kliniken des Landkreises tut alles, damit die Patienten sicher sind“, betont Landrat Gerhard Bauer.
Um das Personal wiederholt und auch die Patienten auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen, findet am 17. September der „Welttag der Patientensicherheit“ statt. Das ist einer der globalen Gesundheitstage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben“. Chronische, nicht übertragbare Krankheiten, gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für gesundheitliche Einschränkungen, eine geminderte Lebensqualität und vorzeitige Sterblichkeit. Da von diesen Erkrankungen betroffene Menschen oft eine lebenslange und komplexe medizinische Betreuung benötigen, birgt die Therapie besonders viele Risiken.
„Patientensicherheit gelingt nur gemeinsam“, wissen Carmen Stegmeier und Heidrun Isenmann, die jeweils das Qualitätsmanagement in den Kliniken des Landkreises leiten, und mit Ihren Teams die Qualität und Sicherheit für die Patientinnen und Patienten stetig überprüfen und verbessern. Gemeinsam bedeutet: Alle Beteiligten: Patienten, Patientinnen und deren Angehörige, Pflegekräfte und Ärzte, medizinisches Personal und auch Beschäftigte in der Klinikverwaltung tragen zur Sicherheit bei.
Es gibt Vorbeuge-, Schutz- und Kontrollmaßnahmen von der Aufnahme bis zur Entlassung. Werner Schmidt, Geschäftsführer der Kliniken, nennt als Beispiel die fortschreitende Digitalisierung in beiden Kliniken: Die Vitalwerte werden am Patientenbett digital erfasst und in die Patientenakte übernommen. Ebenso ist das digitale Medikationsmanagement eine digitale Barriere gegen Verwechslungen. „Fehlerprävention gelinge nur, wenn Gefahren und Risiken immer wieder angesprochen werden und so eine Sicherheits- und Fehlerkultur in unseren Kliniken täglich gelebt wird. Verfahrensanweisungen, Technik, Fortbildung und Dokumentation sorgen dafür, dass sich Patientinnen und Patienten und auch die Beschäftigten sicher fühlen können,“ macht der Geschäftsführer deutlich.
Infobox zum Welttag der Patientensicherheit:
Der Welttag der Patientensicherheit wurde im Jahr 2019 von der WHO ins Leben gerufen. Ziel des globalen Gesundheitstages ist es, das allgemeine Verständnis für die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig soll die Initiative das öffentliche Bewusstsein schärfen und das Engagement aller Akteure – von medizinischem Fachpersonal über politische Entscheidungsträger bis hin zu den Erkrankten selbst – maßgeblich steigern. Nur durch eine transparente Kommunikation, kontinuierliche Aufklärung und gemeinsame Anstrengungen lässt sich eine fehlerfreie, sichere Versorgung chronisch kranker Menschen und damit ein gutes, selbstbestimmtes Leben realisieren.
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Das digitale Patientenarmband ermöglicht jederzeit eine sichere Identifizierung der Patienten während eines stationären Krankenhausaufenthaltes