Das Diak begrüßt den neuen Chefarzt für Anästhesiologie zum 1. November

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Wiesmann ist seit dem 1. November 2021 neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Zuvor als stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie am Universitätsklinik in Marburg tätig, tritt er nun die Nachfolge von Prof. Dr. Thorsten Steinfeldt an, der die Klinik im Mai 2021 aus privaten Gründen verlassen hatte.

Der neue Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Wiesmann (Mitte) zwischen den Oberärzten der Anästhesie Thorsten Schmitt (re) und Dr. Ulrich Frenz (li), die gemeinsaem mit Dr. Nils Wagner die Klinik für Anästhesiologie interminsmäßig führten.

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Wiesmann bringt umfassende klinische Erfahrung insbesondere in den Bereichen Anästhesie und Intensivmedizin mit.  In Marburg war er mehrjähriger Leiter einer anästhesiologischen Intensivstation mit herz- und neurochirurgischen Schwerpunkten, nachdem er unter anderem die anästhesiologischen Bereiche für Unfallchirurgie und Allgemeinchirurgie oberärztlich geprägt hatte. Wissenschaftlich beschäftigt er sich neben seiner Leidenschaft für Regionalanästhesie auch mit Intensivmedizin. Als Sprecher nationaler und internationaler Fachgesellschaften engagiert er sich für die Regionalanästhesie auf Kongressen und Workshops.  Seit Beginn der COVID-Pandemie erforschte er interdisziplinär verschiedene Therapieoptionen bei schweren Krankheitsverläufen, die hochrangig publiziert wurden. Als begeisterter Notfallmediziner arbeitete er in seiner klinischen Karriere auch noch als Notarzt auf dem Boden und im Rettungshubschrauber.

 „Die Anästhesiologie ist ein eben ein echtes Allrounderfach – auch außerhalb der klassischen Anästhesietätigkeiten im OP sind wir mit über 40 Anästhesistinnen und Anästhesisten am Diak für unsere Patienten in der Intensivmedizin, der Notfallmedizin und Schmerztherapie da.  Das Haus verknüpft mit seinem breiten Fachspektrum eine moderne Spitzenmedizin als Zentralversorger für eine ganze Region mit einer werteorientierten Haltung. Die Klinik für Anästhesiologie am Haus war schon lange durch die enge Zusammenarbeit mit den operativen und interventionellen Kliniken sowie zuletzt durch die Mitgründung des Zentrums für Intensivmedizin exzellent aufgestellt. Nach dem Weggang von Professor Steinfeldt haben meine Kollegen Dr. Nils Wagner und Thorsten Schmitt gemeinsam mit Dr. Ulrich Frenz die Klinik hervorragend interimsmäßig geführt. Ich komme in einen bestens organisierten Klinikalltag mit einem großartigen Team aus Ärzten und Pflegenden.“

Neben dem Diak gab es aber auch noch andere gute Gründe für Kochermetropole. „Meine Familie und ich haben uns ganz bewusst für Schwäbisch Hall entschieden – von der Größe her ist die Stadt für uns optimal und bietet eine tolle Lebensqualität. Zudem liegt die Stadt genau in der Mitte zwischen Unterfranken und der Kurpfalz, wo meine familiären Wurzeln und die meiner Frau liegen“, sagt Wiesmann.

Zum Arztberuf kam er zufällig, wie er sagt. „Eigentlich wollte ich ja Geschichte studieren – dass es dann Medizin geworden ist, verdanke ich meinem Zivildienst. Diese Zeit hat mich geprägt und mir klargemacht, dass ich doch lieber direkter mit und für Menschen arbeiten möchte.“ Geschichte ist dennoch bis heute sein Hobby geblieben. „In Marburg hat man sich gelegentlich die Anekdote erzählt, wie ich mich mit einer Patientin bis kurz vor ihrer Narkose sehr angeregt über assyrische Ausgrabungsstätten unterhalten habe“, lacht der Chefarzt. Dass er dann Anästhesist geworden ist, war eigentlich schon während des Studiums für ihn klar. Im OP und in den Interventionsbereichen seien Anästhesisten echte „Möglichmacher“ für die Kollegen der operativ-interventionellen Fachgebiete, so Wiesmann.

„In der Intensivmedizin geben wir alles, damit die uns anvertrauten Patienten nicht nur einfach überleben, sondern mit guter Lebensqualität zurück ins Leben kommen. Dabei ist für uns als Behandlerteam aus Ärzten, Pflegenden und den Therapeuten jeden Tag aufs Neue die Herausforderung, die Möglichkeiten der modernen Medizin und die Bedürfnisse und Wertevorstellungen unserer Patienten abzugleichen. Ich bin sehr froh, dass es am Diak einen Medizinisch-ethischen Arbeitskreis gibt und auch mit der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und der Palliativmedizin dem Thema Lebensende viel Raum gelassen wird. Hier kann man gut erkennen, dass für uns der Mensch immer im Mittelpunkt steht.“  

Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

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