Diak Klinikum verzeichnet einen Anstieg der Schwerstverletztenversorgungen bei überdurchschnittlich hoher Überlebensrate

Lebensretter im engen Schulterschluss: das TraumaNetzwerk optimiert die Versorgung Schwerstverletzter und der regelmäßige Austausch zwischen den angehörenden Traumazentren und senkt Hemmschwellen.
Das Diak Klinikum ist seit 2022 als überregionales Traumazentrum zertifiziert und Mitglied des TraumaNetzwerks Nordwürttemberg, dem 9 Kliniken angehören, auch das Crailsheimer Klinikum als lokales Traumazentrum. Drei davon, das Klinikum Ludwigsburg, die SLK-Kliniken Heilbronn und das Diak sind in der höchsten Stufe zertifiziert, als überregionales Traumazentrum. Ziel ist es, für jeden schwerverletzten Patienten zu jeder Zeit (24h an 365 Tagen) und in gleicher Qualität das Überleben und die spätere Lebensqualität zu sichern.

Eines der halbjährlichen Netzwerk Treffen fand kürzlich im Diak statt, um die Kooperation bei der Versorgung von Schwerstverletzten weiter zu vertiefen. Durch das etablierte Format kennen sich die Mediziner der 9 Kliniken persönlich. Das fördert die Kultur der Zusammenarbeit und der offenen Kommunikation ganz enorm. Die im TraumaNetzwerk zertifizierten Kliniken haben ein gemeinsames Ziel: die bestmögliche Versorgung der schwerstverletzten Patienten. Mittlerweile gibt es 52 TraumaNetzwerke in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Belgien. Diese werden durch die Akademie der Unfallchirurgie (AUC) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) organisiert.

Wie überlebenswichtig diese eingespielten Strukturen sind, zeigen die aktuellen Fallzahlen des Diak Klinikums Schwäbisch Hall. Das Diak verzeichnete aufgrund der hohen Akzeptanz im Netzwerk im Jahr 2025 einen Zuwachs von 19 Prozent an behandelten Schwerstverletzten im Vergleich zum Vorjahr.
Trotz der gestiegenen Anzahl Schwerverletzter im Diak und der hohen Komplexität der Fälle ist die Überlebensrate überdurchschnittlich hoch, d.h. im Diak Klinikum versterben statistisch gesehen weniger Schwerstverletzte als nach wissenschaftlichen Prognosemodellen zu erwarten wären. Dieser Erfolg ist direkt auf die hohe medizinische Expertise und die gute Vernetzung zurückzuführen.

„Wenn jede Sekunde zählt, darf es keine Kommunikationsbarrieren geben“, betont Prof. Stefan Huber-Wagner, Chefarzt der Unfallchirurgie im Diak und Sprecher des TraumaNetzwerks Nordwürttemberg. „Dass wir uns zweimal im Jahr persönlich gegenübersitzen, schafft Vertrauen. Dieses Vertrauen kann letztlich Menschenleben retten.“ Das TraumaNetzwerk sichert durch standardisierte Abläufe und den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch, dass Schwerstverletzte vom Unfallort bis zur Intensivstation ohne Zeitverlust die optimal zugeschnittene Therapie erhalten. Einheitliche Kriterien, wie für die Aufnahme und Weiterverlegung von Patienten vom Unfallort in ein Traumazentrum, erhöhen die Effizienz und damit die Sicherheit der schwerverletzten Patienten.

Foto: Ärztinnen und Ärzte des TraumaNetzwerks haben sich im Diak Klinikum getroffen.

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