DIAK Robotic Suite - eine Erfolgsgeschichte mit spektakulären Jubiläen

Es ist noch gar nicht lange her, da setzte Prof. Dr. Stefan Huber-Wagner, Chefarzt der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie im Haller Diak Klinikum, die 2000. Schraube in der Robotic Suite (siehe Infokasten). Jetzt meisterte Huber-Wagner gemeinsam mit seinem Team die 400. Operation. Und das sehr erfolgreich. Das lässt sich auch definieren: eine optimale Schraubenplatzierung von 98,5% bei über 2200 gesetzten Schrauben und eine Revisionsrate von 0%. Das ist nicht nur erfolgreich, sondern nahezu perfekt. Und es ist eine Teamleistung, betont Huber-Wagner, der mit Recht stolz auf diese Erfolgsgeschichte ist.

Im März 2022 wurde die Robotic Suite in Betrieb genommen; seitdem erfolgen etwa 100 Eingriffe pro Jahr in der Robotic Suite. Damit ist das Diak eine der wenigen Kliniken weltweit, die diese Technik in dieser Häufigkeit und Regelmäßigkeit anwendet. So suchen und finden auch viele nationale und internationale Kolleginnen und Kollegen den Weg ins Diak, um sich den Realbetrieb der Robotic Suite anzuschauen und sich schulen zu lassen. Dank gilt der Schick-Stiftung, welche das Projekt im Rahmen einer 10-Jahres Kooperation grosszügig ermöglicht.

Auch die 400. Operation am vergangenen Freitag verlief optimal. Die Patientin hatte im Alter von 86 Jahren einen Hüft-Pfannen-Bruch erlitten. Dieser wurde dann von Prof. Huber-Wagner mit seinem Team minimalinvasiv mit drei Schrauben und nur drei je 1cm langen Schnitten, in der Robotic Suite fixiert. Somit war die Belastung durch die OP für die Patientin minimal und die sofortige Belastbarkeit nach der OP möglich. Glücklich und erleichtert bedankte sich die Patientin beim OP-Team und konnte es kaum glauben, dass sie bereits am ersten Tag nach der OP wieder aufstehen und gehen konnte.

 

INFO:  Robotic Suite bezeichnet einen voll ausgestatteten robotischen 3D-Navigations-Hybrid-OP. Dazu gehört neben einem 3D-Navigationsystem, eine intraoperative CT-Bildgebung, ein robotischer Assistenzarm und sog. "mixed-reality“ Brillen. Das resultiert letztlich in einem enormen Anstieg an Präzision und Sicherheit für die Patienten. Die Ergebnisse der ersten Patientenserie wurden in einem wissenschaftlichen „peer-reviewed“ Fachmagazin „Journal of Orthopaedic Surgery and Research“ publiziert.

weitere Bilder