Heike Frank, die im Dezember 2024 die Sprechstunde von Dr. med. Dirk Steinhagen, Chefarzt der Orthopädie im Schwäbisch Haller Diak Klinikum, aufsuchte, war nach einem jahrzehntelangen Leidensweg am Ende Ihrer Kräfte und sehr verzweifelt. Nicht nur Schmerzen hatten Sie begleitet, auch hohe emotionale Belastungen.
Die Leidensgeschichte begann 1982 in einer Klinik in Hof mit der Diagnose Knochenkrebs und der daraufhin folgenden Teilentfernung des Oberschenkelknochens mit Kniegelenk in einer Münchner Klinik. Die Patientin erhielt eine Tumorprothese. Nach deren Implantation war jedoch das rechte Bein 5cm kürzer als das linke. Das hatte einen hohen Verlust an Lebensqualität und vielfache Einschränkungen zur Folge.
Im Jahr 1992 erfolgte dann der erste Wechsel der Prothese und im Jahr 2003 der zweite Wechsel; beide Operationen in einer Spezial-Klinik in Tischenreuth führten jedoch nicht zum Ziel, endlich schmerzfrei zu sein und gleichlange Beine zu haben und so nahm der Leidensweg der Patientin seinen Lauf. Ein weiterer Wechsel der Prothese im Jahr 2024 in München, hatte dann, zusätzlich zum Längenunterschied der Beine, auch noch den Verlust der aktiven Streckung des Knies zur Folge.
Erst im Dezember 2024 stellte sich die Patientin bei Dr. Steinhagen vor. Die Diagnose war heikel: eine Infektion, die Lockerung eines Teils der Knieprothese und Ausriss des Kniescheibenbandes. Dennoch war Steinhagen zuversichtlich und seine enorme Expertise zahlte sich aus. Die Infektion konnte erfolgreich behandelt werden und im September 2025 die endgültige, individuell für die Patientin konstruierte Tumorprothese, die auch den kritischen Wundverschluss ermöglichte, implantiert werden.
Heute ist die Patientin schmerzfrei, hat gleichlange Beine und ist überaus glücklich und dankbar, dass ihr Leidensweg von Dr. Steinhagen und seinem Team im Diak beendet werden konnte. Nur die Kraft fehlt noch ein wenig, merkt Heike Frank an, die über beide Ohren strahlt und keiner im Raum bezweifelt, dass sie auch die letzten kleinen Herausforderungen noch meistert.
Foto Diak Klinikum: (von links) Heike Frank und Dr. Dirk Steinhagen