Innovativer Roboter „Robin“ bewirbt sich in Diak Orthopädie

„Braucht man das?“, lautet die entscheidende und etwas provokative Frage von Dr. Dirk Steinhagen, Chefarzt der Orthopädie im Diak Klinikum und Leiter des Endoprothetikzentrums, an seine interessierten Zuhörer. „Ja, das braucht man“, ist das einhellige Fazit nach der Präsentation Steinhagens über den Einsatz eines Roboters bei Knie Operationen. Scherzhaft merkt er an, dass die Navigationssysteme im Auto den Shell Atlas sehr erfolgreich ersetzt haben. Die Innovation darf also nicht vor dem OP Halt machen. Die Implantationszahlen von Knieprothesen weltweit steigen enorm an. Da ist die verbesserte Präzision einer robotergestützten Operation zur Vermeidung von implantationsbedingten Revisionen mehr als eine Überlegung wert. In diesem Prozess befindet sich das Diak Klinikum. Robin macht die Knieimplantation schneller, präziser und sicherer und spart personelle Ressourcen; und dabei profitiert der Patient mit einer schnelleren Genesung und weniger Schmerzen.
Die Orthopädie im Diak Klinikum wird die erste in Deutschland und dritte in ganz Europa sein, die mit dieser Robotik arbeitet. Einer Kooperation mit der Firma LINK, einem der weltweiten Markführer in der Endoprothetik, ist der Kontakt zu den Herstellern von Robin zu verdanken. Dr. Steinhagen und das interdisziplinäre Team konnten bei einem Besuch des Herstellers die letzten Fragen klären und Details besprechen, sodass einem ersten Arbeitstag von Robin im Juni, zunächst als Teststellung, nichts mehr im Wege steht. Die Kaufentscheidung soll nach der Testphase getroffen werden. Nach der im nächsten Jahr geplanten Zentralisierung der Orthopädie soll Robin oder ein anderer OP-Roboter im Klinikum Crailsheim zum Einsatz kommen.

 

Foto: Interdisziplinäres Team des Klinikums mit Vertretern des Herstellers und der Firma LINK.

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