„Wir sind der Katalysator der Klinik“

MEDIZIN Die Radiologie gewinnt immer mehr Bedeutung in den Krankenhäusern – auch im Diak Klinikum. Dort ist die Freude über das von Würth finanzierte CT-Gerät noch immer groß.

Als im Dezember 2023 im Diak Klinikum ein hochmoderner, von dem Unternehmen Würth finanzierter Computertomograph (CT) eingeweiht wurde, bezeichnete Radiologie-Chefarzt Professor Dr. Martin Libicher das Gerät als „Leuchtturm“, der weit hinausstrahle in die medizinische Landschaft von Hohenlohe-Franken. Wie ist es heute, rund zwei Jahre später, um den Leuchtturm bestellt, strahlt er noch immer? „Und wie!“, lautet die Antwort des Chefarztes.

Als damals die Nachricht von der Würth-Spende im Diak Klinikum die Runde machte, war man hoch erfreut, zumal die alten CT-Scanner dringend ersetzt werden mussten. Das neue CT wurde mit allen technischen Innovationen versehen und ist quasi „vollausgestattet“. Das Gerät habe die Radiologie im Diak Klinikum auf ein medizintechnisches Niveau gebracht, „das den Vergleich mit Universitäts-Kliniken nicht scheuen muss“, so der Chefarzt. Es wurde für anspruchsvolle klinische Fragestellungen konzipiert, bei denen Schnelligkeit und Präzision besonders wichtig sind. Davon profitieren vor allem Patientinnen und Patienten, die schnelle Hilfe benötigen, beispielsweise bei Schlaganfällen, Krebserkrankungen, oder Schwerstverletzten.
Gerade bei Unfallverletzten zählt manchmal jede Minute und in diesen Fällen zeigt das CT, was es kann, liefert innerhalb weniger Sekunden gestochen scharfe Bilder vom ganzen Körper. „Das ermöglicht den Ärzten, schnell den richtigen Behandlungsweg einzuleiten“, erklärt Libicher. Das CT spielt aber nicht nur bei komplexen Einsätzen seine Stärken aus, sondern auch im Alltagsbetrieb. Es weist eine deutlich geringere Strahlenbelastung als die früheren Geräte auf, schont damit Klinikpersonal und Patienten.

Für Chefarzt Libicher ist die Radiologie mittlerweile „der Katalysator im Krankenhaus“. Insbesondere die CT-Diagnostik beschleunigt die Abläufe und verkürzt die Zeitspanne von der Diagnose bis zur Therapie. Und das rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag und an allen Tagen im Jahr. Diese Verbesserung hat auch dazu geführt, dass die Untersuchungszahlen kontinuierlich ansteigen auf mittlerweile über 16 000 CT-Untersuchungen pro Jahr. Würde die Computertomographie einmal komplett ausfallen, wäre die Notfalldiagnostik etwa von Schwerverletzten oder Schlaganfallpatienten nicht mehr gewährleistet, und die Patienten müssten im Extremfall in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.

Die Zuverlässigkeit von Geräten und Personal sind gleichermaßen entscheidende Voraussetzungen für eine kontinuierliche Patientenversorgung auf hohem Niveau. Dies sicherzustellen, ist für den Chefarzt ein ganz wichtiges Anliegen, seit er 2010 von den Uni-Kliniken Heidelberg und Köln nach Schwäbisch Hall gekommen ist. „Dass es bisher so reibungslos klappt, ist - wie immer im Krankenhaus – Teamarbeit. Nur ein eingespieltes und gut geschultes Team kann auch in unterschiedlichen Situationen technisch anspruchsvolle Aufgaben meistern. „Deshalb gebührt mein herzlicher Dank allen Mitarbeitenden der Abteilung“ betont Libicher. Und besonders dankt er Reinhold Würth, der die Anschaffung des fast zwei Millionen Euro teuren Computertomographen mit spektraler Bildgebung ermöglicht hat.

Bei der Ausstattung des Würth-CTs wurde aber nicht nur auf eine verbesserte Diagnostik geachtet. In das CT sind zusätzlich noch vier Laserstrahler eingebaut, die die Planung und Durchführung minimalinvasiver Verfahren vereinfachen und sicherer machen, zum Beispiel bei Punktionen oder Drainagen von Körperflüssigkeiten. Damit können aber auch bösartige Erkrankungen behandelt werden. Meist werden dabei Tumorabsiedlungen (Metastasen) in der Leber mit einer Nadel punktiert, die chirurgisch nur schwer erreichbar sind. Die Nadel sendet Mikrowellen aus, wodurch das umliegende Gewebe auf über 60 Grad Celsius erhitzt und so der Tumor quasi „verkocht“ wird. Die CT gesteuerte Tumortherapie ist schonender als operative Eingriffe und mittlerweile eine wertvolle Ergänzung im Behandlungsspektrum von Tumorerkrankungen.

Mit dem Würth-CT habe sich die Patientenversorgung im Diak Klinikum entscheidend verbessert. Diagnosen können früher gestellt und Patienten damit schneller behandelt werden. Mit der „Lasernavigation“ können CT-gesteuerte therapeutische Eingriffe schonend und sicherer durchgeführt werden. „Die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen CT haben gezeigt, dass wir für die kommenden Jahre bestens aufgestellt sind“, fasst Radiologie-Chefarzt Libicher seine Zwischenbilanz zusammen.

 

Bildunterschrift:

Mit Hilfe des vom Unternehmen Würth finanzierten hochmodernen Computertomographen mit Lasernavigation können auch minimalinvasive Eingriffe zur Behandlung von bösartigen Tumoren vorgenommen werden; das Foto zeigt Radiologie-Chefarzt Professor Dr. Martin Libicher und die medizinisch-technische Assistentin Larissa Puchler bei der Vorbereitung eines Eingriffes.                                                                                                   Foto: Diak Klinikum

Kliniken/Zentren

weitere Bilder