Die Alzheimer-Krankheit konnte bislang nicht wirklich behandelt werden. Umso mehr freut sich Professor Dr. Benjamin Knier, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Gerontoneurologie am Haller Diak Klinikum, darüber, dass nun Medikamente zur Verfügung stehen, die die Situation der Patientinnen und Patienten spürbar verbessern. Über die neuen Therapiemöglichkeiten spricht Knier im Rahmen der DIAKademie-Vorträge am Dienstag, 14. April, um 19 Uhr im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall.
Morbus Alzheimer ist eine unheilbare Erkrankung des Gehirns, die mehr und mehr Menschen betrifft. Doch jetzt sind auch in Europa zwei Medikamente zugelassen, die den Verlauf der Krankheit nachweislich verlangsamen. Bislang wurden sie in Deutschland nur in Uni-Kliniken verabreicht, seit Kurzem auch im Diak Klinikum. Die Alzheimer-Krankheit ist nicht die einzige, aber die häufigste Demenz. Sie ist für 60 bis 70 Prozent aller Demenzerkrankungen verantwortlich. Die Krankheit ist nach dem Arzt Alois Alzheimer benannt, der sie im Jahr 1906 erstmals beschrieben hat. Typisch für diese Krankheit ist eine zunehmende Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Betroffene tun sich immer schwerer, die Herausforderungen des Alltags zu meistern, sie bilden Verhaltensauffälligkeiten aus und schließlich kommt es zu neuropsychiatrischen Symptomen.
Bislang gab es keine medikamentösen Möglichkeiten, den Erkrankungsverlauf zu stoppen oder abzumildern. Doch im vergangenen Jahr wurden zwei Wirkstoffe zugelassen, die das Fortschreiten der Erkrankung nachweislich verlangsamen und so den Betroffenen mehr Lebensqualität verschaffen. Professor Knier spricht in seinem Vortrag auch typische Frühsymptome einer demenziellen Entwicklung an (in Deutschland werden jährlich etwa 300 000 neue Demenzerkrankungen registriert) und legt Möglichkeiten der Diagnostik sowie therapeutische Optionen dar.
INFO Der Alzheimer-Vortrag von Professor Dr. Benjamin Knier findet am Dienstag, 14. April, um 19 Uhr im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall statt. Der Eintritt ist frei.