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Ob bei Schmerzen nach Operationen oder im Fall von chronischen Schmerzen ist eine optimale Schmerztherapie nicht nur aus medizinischer Sicht sinnvoll und notwendig, sondern auch eine ethische Verpflichtung.

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Sektionsleitung Schmerztherapie

Dr. med. Christine Tischler

Schmerzambulanz am Diak

Wir behandeln ambulante Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen und mit akuten Schmerzsituationen, bei denen eine zeitnahe Behandlung unbedingt notwendig ist. Dazu gehören Schmerzen im Rahmen einer Tumorerkrankung, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Schmerzen im Rahmen der Gürtelrose, Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusschmerzen, Ganzkörperschmerzen, Phantomschmerzen oder das komplexe regionale Schmerzsyndrom. In der Schmerzambulanz bieten wir ein umfangreiches Spektrum ambulanter Therapien. Es besteht auch die Möglichkeit zur stationären Aufnahme ins Diak, wenn alle ambulanten Therapien nicht ausreichend helfen. Dort findet eine Betreuung durch unser multiprofessionelles Team in der multimodalen stationären Schmerztherapie statt.

Hierzu gehören:

  • traditionelle chinesische Medizin (Akupunktur, Schröpfen)
  • Medikamentöse Therapie
  • Gespräche, Psychoedukation
  • infiltrative Maßnahmen (TLA)
  • Nerven-Blockadetechniken (zB N. occipitalis maior, N suprascapularis) 
  • Schmerzinfusionen
  • Facettengelenkblockaden
  • Periduralanästhesie
  • Botoxtherapie
  • Stellatumblockade  
  • Zusammenarbeit mit der Komplimentärmedizin

Konsiliardienst chronische Schmerztherapie

Zu den Aufgaben des Teams der Sektion Schmerztherapie gehört die schmerztherapeutische Mitbetreuung  der Patienten im Rahmen von Konsilen aus allen Kliniken des Diak. Hierbei handelt es sich um Patienten mit schwer einstellbaren Schmerzen oder komplexen Problemen rund um den Schmerz. Dies betrifft sowohl stationäre sowie tagesklinisch behandelte Patienten. Gemeinsam mit den primär behandelnden Ärzten tun wir alles um die Schmerzen zu senken.

Schmerzkonferenz - Regionales Schmerzzentrum

Gemeinsam mit Dr. med. Andreas Kühn, Chefarzt der Anästhesie am Hohenloher Krankenhaus, veranstaltet die Sektion Schmerztherapie offene und regelmäßige interdisziplinäre Schmerzkonferenzen, bei denen sich Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Psychotherapeuten anhand konkreter Fälle über schmerztherapeutische Herausforderungen austauschen. Informationen hierzu erhalten Sie unter Sekretariat Schmerztherapie 0791 753-2302.

Multimodale stationäre Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen

Schmerzen können ein komplexes eigenes Krankheitsbild sein. Da sind einzelne Therapieansätze nicht wirksam, jedoch das koordinierte Zusammenspiel von mehreren Therapien. Wenn zuvor einzelne Therapien gescheitert sind und es zu keiner adäquaten Schmerzreduktion gekommen ist, kann eine stationäre Schmerztherapie helfen. Für die stationäre Behandlung kann es unterschiedliche Kriterien geben

Dies können sein:

  • erforderliche Intensivierung der Therapie (z.B. bei Komplexem regionalem Schmerzsyndrom = CPRS)
  • akute Exazerbation bei chronischem Schmerz (z.B. chronischer Kreuzschmerzpatient mit akutem Bandscheibenvorfall)
  • parallel zur multimodalen Schmerztherapie erforderlicher Diagnostik oder Therapieeinleitung (z.B. wegen spezifischer Nebenwirkungen einer medikamentösen Neueinstellung mit Überwachungsnotwendigkeit)  
  • erforderliche komplexe Diagnostik zur Erstellung eines langfristigen Behandlungsplanes
  • bestehender oder drohender Verlust des Arbeitsplatzes oder der Lebensqualität
  • Chronische Schmerzerkrankung
  • Mangelnder Erfolg ambulanter schmerztherapeutischer Maßnahmen
  • Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch
  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Psychosoziale Beeinträchtigung
  • Gravierende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende somatische Begleiterkrankung

Einen Schwerpunkt stellt die sogenannte multimodale stationäre Schmerztherapie, die bei uns drei Wochen dauert. Die intensive Behandlung beinhaltet Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen, Musiktherapie, Nordic Walking, Akupunktur und intensive Physiotherapie mit medikamentöser und ggf. auch invasiver Therapie. Ebenso kann ein Medikamentenentzug oder die Neueinstellung hinzukommen. Die Therapien finden auch in einer Gruppe bis zu 6 Personen statt. Für den stationären Bereich stehen Ihnen die Abteilungen des Diak (internistische, chirurgische, psychosomatische, neurologische, psychiatrische, plastisch-chirurgische, neurochirurgische und orthopädische fachärztliche Kollegen) konsiliarisch zur Verfügung. Ebenso ist bei Bedarf der Sozialdienst für Sie da.

Perioperative Akutschmerztherapie

Am Diakoneo Diak Klinikum als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg, werden jährlich etwa 10.000 chirurgische Eingriffe vorgenommen.

Die Organisation und Optimierung der postoperativen Schmerztherapie ist daher ein Hauptanliegen des Akutschmerzdienstes. Die postoperative Schmerztherapie erfolgt nach einem klinikinternen Standard. Die Stärke der Schmerzen wird mehrfach täglich erfragt und die Schmerztherapie entsprechend angepasst. Je nach Operation kommen zusätzlich zur medikamentösen Therapie alle gängigen Schmerzkatheterverfahren hinzu, die die Schmerzweiterleitung durch eine Spritzenpumpe blockieren. Die intravenöse Analgesie, also die Schmerzmittelgabe mittels einer vom Patienten bedienten Spritzenpumpe (PCA), kommt ebenso zum Einsatz. Hier kann der Patient selbst den Schmerzmittelbedarf zeitnah durch Knopfdruck anpassen.

Unser Team

Wir sind für Sie da

 Sekretariat Schmerztherapie 

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Sprechstunden und Ambulanzen

Für eine Behandlung ist eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt nötig.

Vor dem Erstgespräch benötigen wir zudem Unterlagen zum bisherigen Verlauf und den vollständig ausgefüllten Schmerzfragebogen der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der zugesandt wird.

Terminvereinbarung:
Montag - Donnerstag: 7.30 Uhr - 15.30 Uhr über
Larissa Sharp oder Monika Kittel
Telefon: 0791 753-2302
E-Mail: schmerztherapie@diakoneo.de